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Franken kulinarisch

 

Franken: Kulinarische Entdeckungsreise durch das Urlaubsland 

 

Franken kulinarisch

 

Ein Spiegelbild der Vielfalt für Genießer von Frankenwein, Bierspezialitäten              und der fränkischen Küche

 

Von Gerd Krauskopf

 

Iphofen im Mittelalter. Inmitten einer kopfsteingepflasterten Gasse gab es in einem der kleinen Fachwerkhäuser die leckersten Brötchen der Stadt.

Bis heraus kam, dass sie mit Nachtwasser behandelt waren. Bevor sie in den Ofen kamen, pieselte Bäckermeister Philip Spenkuchs mal kurz über sie. Und heraus kamen aus dem Backofen besonders knusprig braune, wohlschmeckende Brötchen. Was die Iphöfer gar nicht lustig fanden, als die Sache aufflog.

 

Nun, heute schmunzeln sie darüber und zelebrieren ihre kulinarisch fränkische Vielfalt gerne bei jeder sich bietenden Gelegenheit. Da wird der Genuss gekonnt in Szene gesetzt. So schöppeln die Iphöfer ihren guten Schoppen Silvaner aus den heimischen Kellern und Franken kulinarischschnabbolieren – wie sie zu sagen pflegen – ihre regionalen Wurst- und Käsehäppchen an diesem heißen Sommertag im angenehm kühlen Schatten in der Vinothek. Auch die Gäste lassen sich die von Svenja Waldow präsentierten Häppchen schmecken. Angefangen von Brotaufstrichen mit frisch gepflückten würzigen Wildkräutern, selbst gemachtem Griebenschmalz bis hin zu aromatisch kernigen Fleischstückchen vom Eichelschwein aus heimischer Zucht.

 

Die kleine Gruppe von fünf Gästen ist mit Gästeführerin Ruth Holfelder gerade durch die malerische, fast vollständig erhaltene mittelalterlich barocke Altstadt geschlendert. Sie gehört zum Weinland Franken und ist fast vollständig erhalten, weil sie im Zweiten Weltkrieg als Franken kulinarischLazarettstadt nicht bombardiert worden ist. Auch haben die Gäste erfahren, dass bereits im 16. Jahrhundert innerhalb dieser Stadtbefestigung das Bierbrauen offiziell vom damaligen Bischof und Stadtherrn Julius Echter verboten wurde. Darüber hinaus durfte fremder Wein nicht eingeführt werden. Damit garantierte er den Iphöfer Winzern, dass sie sich von den Einnahmen ihres Weines ernähren konnten. 

 

Gut gestärkt führt die Gästeführerin die kleine Urlaubsgruppe dann hinauf zum Schwanberg, einer der höchsten Berge des Steigerwaldes. Hier am oberen Ende der Iphöfer Weinlagen spaziert die Gruppe vorbei an Trockenmauern und wird in einem ehemaligen Steinbruch mit einem kleinen Wein-Umtrunk überrascht. Da erfahren die verdutzten Gäste, dass die Franken kulinarischReblaus immer noch im Boden ist und es bis heute keine wirksamen chemischen Mittel gegen sie gibt. Das einzige, was gegen die Reblaus-Katastrophe hilft, ist das aufpfropfen einer heimischen Rebe auf eine amerikanische Rebe mit einem besonderen Schnitt. Dabei wird die amerikanische Rebe bis zum Schnitt in die Erde gepflanzt, damit sich kein Blattwerk bildet und sich die Reblaus nicht auf den Blättern einnisten und ausschwärmen kann. „Würde sie Mutieren, hätten wir die zweite Reblauskatastrophe“, erklärt Ruth Holfelder mit ernster Miene. Da genießen die Gäste lieber von hier oben denherrlichen Weitblick auf die geschlossene Iphöfer Stadtmauer.

 

 Am nächsten Tag steht eine "Gourmet-Häppchen-Tour" durch Volkach an der reizvollen Mainschleife an. Der romantische Winzerort mit seiner geschlossenen Altstadt zwischen zwei Stadttoren ist bekannt für seine kulinarische Vielfalt und bietet in Sachen Gastronomie- und Franken kulinarischWeinwelt bemerkenswertes. Überall gilt es jetzt, ein leckeres Häppchen hier und einen köstlichen Wein dort zu kosten. Neben den kulinarischen Genüssen wird Wissenswertes rund um die Geschichte der Altstadt geboten. Die Kapelle „Maria im Weingarten" und der herrliche Ausblick von der Vogelsburg machen den Abschied nicht leicht.

 

Ein letzter Blick auf die Weinberge und die Gäste wenden sich der fränkischen Metropole und Großstadt Nürnberg zu. Sie ist als typische Bratwurst-, Lebkuchen- und Bierstadt Franken kulinarischbekannt. Was liegt da nach einem ausgiebigen Stadtbummel näher, als in einer typischen Bierstadt wie Nürnberg der Hausbrauerei Altstadthof hoch oben vor der Burg einen Besuch abzustatten. Die Geschichte der Brauerei reicht bis ins 14. Jahrhundert. Noch heute braut Reinhard Engel nach alten Braurezepten zehn Biere von Hell bis Dunkel. Bei der Verkostung Franken kulinarischist Rotbier, ein untergäriges Gerstenbier, eindeutig der Favorit. Hier in Nürnberg, der Heimat des Rotbiers, wird es bereits seit 1302 gebraut und durfte ausschließlich nur mit Gerstenmalz gebraut werden. Hafer, Weizen und Dinkel waren streng verboten. Dabei schwingt neben dem guten Geschmack auch immer Historie mit. So steigt der Braumeister mit seinen Gästen Franken kulinarischdann in die weitläufigen, stockdunklen und notbeleuchteten Felsengänge unter der Brauerei hinunter. „Hier haben einst unsere Vorfahren schon im Mittelalter ihr Rotbier gelagert“, sagt er mit Stolz. Dass er mit seinem Sohn Maximilian – ebenfalls Braumeister – auch feinsten fränkischen Whisky destilliert, macht ihn besonders stolz. 

 

Bier macht hungrig. Und so marschieren die Gäste zum Bratwursthäusle. Wollen mit Blick auf die Sebalduskirche und aufs Rathaus die echten „Nürnberger Rostbratwürste“ kosten. Die brutzeln über Buchenholzkohle eines mächtigen Grills, den eine junge Vietnamesin bedient. Traditionell kommen stets drei dieser 7 bis 9 Zentimeter großen Würstchen in ein Brötchen. Der Bratwurstschutzverband achtet darauf, dass nur bestes grobkörniges Franken kulinarischSchweinefleisch mit Majoran und anderen geheimen Zutaten in den Schafsdarm gelangt. Mittlerweile wird dieser Darm aus China und dem Iran importiert. Dabei umspannt die benötigte Darmmenge einmal den Erdball pro Jahr. Der Legende nach ist die original Nürnberger Rostbratwurst so klein und dünn, damit sie auch nach der Sperrstunde noch durch das Schlüsselloch der Gasthaustür gereicht werden konnte.

 

Zum Abschluss des kulinarischen Frankenbesuchs wollen die Gäste dann auch noch erlernen, wie man die echten Nürnberger Lebkuchen herstellt. Und da man die Markenklassiker nicht an jeder Ecke findet, besucht die Gruppe einen Kurs der „cookionista Franken kulinarischKochschule“ im Johannisviertel, wo Kreativität und gemeinsamer Genuss groß geschrieben werden. Unter Anleitung von Elisa gelingen dann auch feinste nussreich, locker und gut gewürzte Lebkuchen, die Laibhaftigen. Dabei nimmt jeder Gast eine kleine Tüte der Köstlichkeiten mit auf den Nachhauseweg. Sie kommen jedoch nie zu Hause an. 

 

Weitere Informationen:

 

Tourismusverband Franken e.V., Wilhelminenstraße 6, 90461 Nürnberg, Tel. 0911/941510, www.frankentourismus.de

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