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Süditalien, Apulien

Süditalien:

Jetzt im Frühling empfängt Apulien seine Gäste mit einem Blütentraum 

Apulien

Weiß strahlen die getünchten Trulli wie Zipfelmützen in den ersten wärmenden Sonnenstrahlen über jahrhunderte altem, blühenden Ackerland und die hübschen kleinen Städtchen laden zum Verweilen ein.

Von Gerd Krauskopf

Ein lauer, italienischer Frühlingsabend. Wir sitzen gemütlich inmitten unzähliger Ölbäume auf einem dieser Landgüter Apuliens.

ApulienEinem Land mit fruchtbaren Ebenen voller Obst-, Gemüse- und Kornfeldern im südöstlichen Teil Italiens. Einfach nur dasitzen, horchen und in die Dunkelheit hinüber blicken zu diesem kleinen Trulli, einem aus Feldsteinen rund geschichteten "Iglu".Apulien

Tage später nach einer Fahrt durchs blütenprächtige hügelige Hinterland sehen wir malerisch bunte Fischerboote in kleinen Häfen dümpeln. An den weitläufig leeren Stränden treffen sich Surffreaks aus ganz Europa.

Den Gargano mit seinem bizarren Landschaftsformen und sauberen Buchten hinter uns gelassen, thront von weitem die Krone Apuliens, das ehrfurchtgebietende, achteckige Castel del Monte. Kaiser Friedrich II. – der Junge Apuliens, wie er gerne betonte – ließ seinen ApulienPalast mit dem prachtvollen gotischen Tor in den Jahren 1240 bis 1250 als Jagdschloss bei Ruvo di Puglia auf einem Hügel weit sichtbar erbauen. Später wurden hier seine Enkel jahrzehntelang gefangen gehalten.

Auf der Weiterfahrt nach Bari tauchen auf dem Standstreifen der Autostrada zwei dreirädrige Verkaufswagen auf, deren Besitzer frischen Fisch zum Verkauf anpreisen. In der Hauptstadt der Region Apuliens dröhnen in den engen hübschen Gassen der Altstadt italienische ApulienSchlager aus unzählig vielen, kleinen Fenstern. Wir bestaunen romanische Architektur aus der Zeit zwischen dem zehnten und zwölften Jahrhundert, die sich aus der urchristlichen Basilika und dem griechisch-römischen Klassizismus heraus entwickelt hat.

In dem alten barocken Residenzstädtchen Martina Franca in der südlichen Barese hoch über dem Valle d'Itra zieht es uns zu den würdevollen, alten Männern auf die Piazza Maria Immacolata, dem Zentrum der Altstadt. Hier erleben wir etwas ganz typisches für Süditalien: auf der einen Seite der Piazza stolzieren wie eh und je die jungen Männer, auf der anderen Seite kokettieren die jungen Mädchen. Mit viel Lärm und Gestank umrundet beifallheischend ein geschickter halbwüchsiger nur auf dem Hinterrad seines Mopeds die "junge Brut".

Castel der AnjouAuf der malerisch sanierten Altstadtinsel Gallipoli mit dem mächtigen Castel der Anjou weiter südlich werden wir mit freundlich breiten Grinsen als "Germano" entlarvt und zum Ausschlürfen von geöffneten Seeigeln eingeladen.

Nicht umsonst wirbt Apulien mit der europäischen Barockstraße. Überdeutlich ist der Phantasiereichtum früherer Zeiten in den Häusern von Lecce zu sehen. Ob jemals unter so Apulienmancher blütenweiß gekälkten Fassade in Ostuni, der bekannten, malerischen "weißen Stadt" auf einer Anhöhe der Murga, die leider übertünchten dekorationssubstanzen freigelegt werden, ist wegen Geldmangel jedenfalls zu bezweifeln.

ApulienDer Höhepunkt einer Apulienreise ist zweifellos die "Zona die Trulli" mit Alberobello. Da findet man die kleinen, runden, oft auch miteinander verbundenen Steinhäuser mit kegelförmigen Dächern zu Hauf. Sogar die Kirche San Antonio, wurde in einem solchen Stil erbaut. Das Apulienhübsche kleine Städtchen Locorotondo ist weithin für seinen Weißwein bekannt. Auch uns zieht es öfter in den kreisrunden, auf einem Berg gelegenen Ort. Über blühende Felder reicht der Blick weit ins Land. Hier erliegen wir dem Zauber des Landes. Unter dem alten, knorrigen Olivenbaum genießen wir besten Mozzarella aus Büffelmilch, ofenfrisches Brot und Wein dieses Ortes. Während der Wind leise durch die bunt blühenden Blumenwiesen streicht, prägt sich der rotglühend untergehende Sonnenball mit all seinen unverwechselbaren Farben tief ins Gedächtnis.

 

Weitere Informationen:

Apulien allgemein: Im Internet zu finden unter https://de.wikipedia.org/wiki/Apulien

Mit dem PKW über Frankfurt/Karlsruhe /Basel/St. Gotthard/Mailand/Bologna/Pescara/Bari. Entfernung Frankfurt/Bari etwa 1600 Kilometer. Von Süddeutschland bequemer über den Brenner. Autobahnnetz in Italien gebührenpflichtig. Unbedingt Kleingeld mitnehmen. Ebenfalls Vignette in der Schweiz bei Anreise über Basel.

Der Flughafen von Bari,benannt nach dem verstorbenenPapst Johannes Paul II., wird von vielen deutschen Flughäfen angeflogen.

Weitere Informationen: Italienische Zentrale für Tourismus ENIT, Barckhausstrasse 10, 60325 Frankfurt am Main, Tel. 069/  237434,  Öffnungszeiten: Mo - Fr 9.15 - 17 Uhr, Samstags geschlossen. http://www.enit-italia.de/reisethemen.html 

Apulien

 

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