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Drei Zinnen

Naturpark „Drei Zinnen“ – Unterwegs im Dolomiten-UNESCO-Welterbe

Drei Zinnen

Die Drei Zinnen sind die bekanntesten Dolomitengipfel der Welt. Wer diese beeindruckende Region abseits des Massentourismus erleben möchte, ist bei den Hoteliers Stephan und Evelin Mühlbacher vom Naturhotel Leitlhof in Innichen in besten Händen. 


Von Uwe Junker

 

Sonnenaufgangswanderung zu den Drei Zinnen, Freiluft-Frühstücken inmitten klarer Bergseen, den in allen Blautönen schimmernden Pragser Wildsee umwandern, herrlich frischen Kaiserschmarrn auf einer Berghütte genießen und später im vielseitigen Wellnessbereich des Leitlhof entspannen: Perfekter Bergurlaub in einer der schönsten Regionen der Dolomiten.

 

Morgenstimmung am UNESCO-Weltnaturerbe
Pünktlich um fünf Uhr morgens fährt Bergführer Toni mit seinem Kleinbus am Leitlhof vor, lädt Croissant, Tee Kaffee und zuletzt uns acht Wanderer ein. Eine knappe Stunde später starten wir vom noch menschenleeren Parkplatz der Auronzohütte auf 2300 Meter Höhe unsere Wanderung um Parternensattel. Der sich langsam erhellende Himmel ist sternenklar. Tonis Drei ZinnenAustralian-shepherd-Hündin Lotti umkreist beständig die Gruppe und sorgt dafür, dass niemand verloren geht. Toni erzählt derweil Historisches und Aktuelles: „Im ersten Weltkrieg verlief hier nach der Kriegserklärung Italiens ab Österreich-Ungarn die Frontlinie. Zwischen Paternenkofel und den Drei Zinnen lieferten sich Österreicher und Italiener tödliche Gefechte. Die kleine Kirche, an der wir gleich vorbei kommen, erinnert an die vielen Gefallenen.“ Bald kommt die Dreizinnen-Hütte in Sicht. „Warum ist die Mitte September bei so herrlichem Wetter schon geschlossen“? fragt eine Wanderin. Tonis Antwort lässt erahnen, welche Touristenscharen sich ansonsten auf der leichten Wegstrecke zwischen Auronzo- und Dreizinnen-Hütte schieben: „Weil die ihr Geld für dieses Jahr schon verdient haben. Die Hütte kostet den Pächter 1000 Euro pro Tag. Trotzdem stehen die Bewerber Schlange jetzt, wo am Jahresende ein Pächterwechsel ansteht.“Drei Zinnen

 

Wir haben den Paternensattel erreicht, bleiben weiter unter uns, genießen Tee, Kaffee, Croissants und die mit aufsteigender Sonne wechselnden spektakulären Perspektiven der Drei Zinnen. Murmeltiere haben ihre Erdhöhlen in die Nähe verlassen und stoßen ihre pfeifend-bellenden Laute aus, um ihresgleichen vor uns zu warnen. Sie begleiten uns auf dem gesamten Rückweg, den wir beginnen, nach dem der Tag vollends erwacht ist und ausreichend Fotos eines wohl lebenslang in Erinnerung bleibenden Naturschauspiels geschossen sind. Toni führt uns eine alternative Route durch ein Bergidyll zurück: Vorbei an zwei ebenso kalten wie klaren Bergseen erreichen wir die Langalm, die mit hausgebackenen Kuchen und köstlichem Käse zum zweiten Frühstück mit Panoramablick nachdrücklich einlädt. 

 

Ein engagiertes Hotelierspaar voller Ideen

Stephan Mühlbacher ist Betriebswirt, seine Frau Evi Ärztin. Er war Mitte zwanzig, als seine Eltern ihm eröffneten, sich zur Ruhe setzen und ihm die Leitung des Leitlhofs in Innichen anvertrauen zu wollen. Obwohl somit zum herausfordernden Quereinstieg aufgefordert, zögerten Stephan und Evi nicht lange und stellten sich der neuen Aufgabe. Aus Sicht ihrer heutigen Gäste vereinten sie dabei sehr gelungen die Knowhows ihrer erlernten Berufe. Ihr Drei Zinnengemeinsames Ziel: Nachhaltigkeit in allen Facetten von der Energiegewinnung über gesunde Ernährung bis hin zu individuellen Wellness und Fitnessprogrammen sowie Wander- und Fahrradtouren jenseits massentouristischer Pfade. Ein eigenes Holzpellet-Heizwerk heizt das Hotel und mit seinem imposanten Wellnessbereich mit Holz aus eigenen Wäldern. Die Drei Zinnendabei entstehende Asche wird als Substrat für Dünger oder Asphalt weiter verkauft. In Zimmern und Wellnessbereich wurde Zirbelholz verbaut, dessen gesundheitsfördernde Wirkungen, wie zum Beispiel das Absenken der Herzfrequenz und die Vertiefung der Atmung wissenschaftlich belegt sind. Nahrungsmittel werden ausschließlich in der Region gekauft, Rindfleisch wird durch eine eigene Herde von Angus-Rindern auf dem zum Besitz gehörenden Mühlhof produziert. „Wieso gerade Angus-Rinder“, will ich wissen. „Die stammen doch definitiv nicht von hier.“ „Stimmt, aber die haben keine Hörner und brauchen nur sehr selten tierärztliche Hilfe bei der Geburt“, antwortet Stefan perspektivisch. Denn er will die Herde von derzeit 30 auf 50 Tiere vergrößern und zugleich sollen auf dem Mühlhof Familien mit Kindern zukünftig Urlaub machen. „Und Rinder ohne Hörner sind für Kinder einfach weniger gefährlich“, resümiert der innovative Betriebswirt, der selbst Vater von drei Kindern ist.

 

Panoramablicke und Kaiserschmarrn im Hochpustertal

Wer sich am frühen Morgen vom Wanderparkplatz Plätzwiese zum Strudelkopf auf den Weg macht hat, die die faszinierende Bergwelt des Hochpustertals noch fast für sich alleine. Der Drei ZinnenSteig, der gleich hinter der kleinen Kapelle beginnt, führt durch sattgrüne Almwiesen und zu immer neuen spektakulären Aussichtspunkten. Vom Strudelkopfsattel auf 2200 Meter Höhe ist das Heimkehrer-Kreuz am Strudelkopf (2307 Meter) bereits sichtbar. Oben angekommen, Drei Zinnenerwartet uns ein atemberaubender Blick in die Dolomitenwelt: Hohe Gaisl, Seekofel, Drei Zinnen, Cadini-Gruppe, Monte Cristallo, Tofana und Marmolata lassen sich an diesem klaren Spätsommertag mühelos entdecken. Für den Rückweg wählen wir den Abstieg über die Dürrensteiner Hütte, wo wir uns mit köstlichem Kaiserschmarrn stärken.

 

Drei ZinnenBlaugrünes, klares Wasser, hier pastellfarben, dort kräftig leuchtend, in dem sich bizarre Felsformationen spiegeln – der Pragser Wildsee erfüllt alle Klischees einer Bergidylle. Er war einer der Drehorte der beliebten italienischen Fernsehserie „Die Bergpolizei“ mit Terence Hill. Seitdem avancierte er zu einem der beliebtesten Ausflugsziele Südtirols. Wir umrunden ihn, bevor wir unsere müden Füße auf Kneippsche Art im kalten Wasser revitalisieren und dabei Tour- Pläne für die nächsten Tage schmieden.Drei Zinnen 

 

Weitere Informationen:

Kontakt: Tourismusverein Innichen, Pflegplatz 1, I-39038 Innichen – Hochpustertal, Telefon: +39 0474 913149, E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Reisezeit: Am besten zum Wandern geeignet sind die Sommermonate von Juni bis September.

Standort: Innichen (italienisch San Candido) ist einer der wenigen Orte Südtirols mit eigener Fußgängerzone und als Ausgangspunkt für Wanderungen in der Drei-Zinnen-Region ideal gelegen. Einen Besuch wert sind die Stiftskirche mit ihrer dreischiffigen Basilika, die als bedeutendster Sakralbau romanischen Stils im Ostalpenraum gilt und das Museum „Dolomythos“ zur Geschichte der Dolomiten und Dinosaurier.


Unterkünfte: Naturhotel Leitlhof, Pustertalerstrasse 29, I-39038 Innichen, Telefon: +39 0474 913440,E-Mail:   Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!  . Appartement Haidacher, Freisingerstraße 19, I 39038 Innichen, Telefon: +39 345 5839719, E-Mail:   Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

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