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Kanada, Alberta

Mit dem Wohnmobil durch die kanadische Provinz Alberta 

Waterton Lakes National Park - Blick auf das Prince of Wales Hotel

Die Provinz Alberta mit ihren Cowboys und Ölfirmen ist reich. Etwa ein Drittel der weltweiten Ölsandvorkommen liegt in Alberta. Hier findet jeder Arbeit und die Menschen zahlen keine Verkaufssteuer. Aber ich bin ja mit meinem Sohn Maximilian nur zu Besuch hier und wir wollen drei Wochen lang verlassenen Highways und holprigen Forstwegen folgen, um an stillen Seen und reißenden Flüssen unser Lagerfeuer zu entzünden. Genauer gesagt dort, wo sich Bären und Elche „Gute Nacht“ sagen.

 Unser Truck-Camper wartet in Calgary auf uns, jener weltstädtischen Metropole mit Wolkenkratzern, Boutiquen, Straßencafés und Skulpturen. Ein stolzes Manhattan der Prärie. Zum Glück befindet sich unsere Verleihstation FRASERWAY außerhalb der Millionenstadt und schnell sind die Formalitäten erledigt.

Nun heißt es als erstes einen Supermarkt und Liquor Store ansteuern. Nachdem all die kulinarischen Köstlichkeiten und geistigen Getränke verstaut sind, geht’s auch schon los. Da bekanntlich der Weg das Ziel ist, führt selbiger unweigerlich nach Süden. Nach wenigen Kilometern auf dem Deerfoot Trail biegen wir ab, um zum Highway 22 zu gelangen. Wir tauchen ein in das lebendige Wildwest-Erbe und den Geist von Zentral-Alberta. Die Straße führt durchAlberta, Landschaft im südlichen Alberta hügeliges Weideland der Porcupine Hills mit weitem Blick auf die endlose Weite der Prärie im Osten, während im Westen die rauen Bergketten der Rocky Mountains zum Greifen nahe scheinen. Dies ist das Gebiet der großen Ranches. Und dazwischen entdecken wir immer wieder Seen und Teiche, die abschmelzende Gletscher zurückgelassen haben.

Irgendwo an einem romantischen Wasserlauf beziehen wir Quartier für die Nacht. Max hat sich ein kulinarisches Highlight gewünscht, nämlich den berühmt berüchtigten Apfel-Pfannekuchen. Papa erfüllt diesen Wunsch ohne zu murren. Schon früh liegen wir an diesem Abend in unserem Truck-Camper.

Unsere Fahrt führt uns am nächsten Tag weiter durch hügeliges Farmland und geheimnisvolle Prärielandschaften. Unser Ziel ist der Waterton Lakes National Park, im Südwesten Albertas. Waterton Lakes National ParkWo sonst auf der Erde findet man einen Ort, der eine UNESCO-Welterbestätte, einen internationalen Friedenspark und ein Biosphären-Reservat miteinander vereint?

Auf unserer Fahrt durch den Park bestaunen wir steile und zerklüftete Felsenberge, die aus der sanften Prärielandschaft emporsteigen. Obwohl er mit rund 520 Quadratkilometern der kleinste Rocky-Mountains-Park ist, so wird er doch von vielen als absoluter Geheimtipp gehandelt. Wir begegnen bei unseren Erkundungen mehr Tieren als Menschen. Nachdem einige Bergziegen vor uns die Schotterpiste gekreuzt haben, begegnen wir noch einem Schwarzbären mit zwei Jungen. Maximilian ist ganz aus dem Häuschen.

Ein besonderes Highlight ist für uns der Trail in den Red Rock Canyon. Ausgestattet mit Walking-Stöcken und Bärenglöckchen machen wir uns auf dem Weg. Man weiß ja nie. Unser Spazierweg führt durch den gleichnamigen Canyon, dessen feurig rote Wände aus 1,5 Milliarden Jahre altem Sedimentgestein bestehen. Durch dieses Tal zogen schon die Kootenay-Indianer aus den Bergen British Columbias zu den Prärien, um dort Bisons zu jagen. Voller Eindrücke und mit jeder Menge Fotos kehren wir irgendwann zu unserem Camper zurück. Bären haben wir diesmal nicht getroffen.

Glacier National Park, Landschaft an der Going-to-the-Sun-RoadEs ist nur ein Katzensprung bis zum Glacier National Park, der allerdings in den USA, genauer gesagt im Bundesstaat Montana liegt. Bei Chief Mountain überqueren wir die Grenze. Unberührte Wälder, schroffe Berge und spektakuläre Seen sind die landschaftlichen Höhepunkte des Parks. Gleich am Eingang des Parks wartet die erste Überraschung auf uns. Ein überaus eifriger Parkranger mustert kritisch unser Fahrzeug. Mit einer überdimensionalen Messlatte schreitet er selbiges ab und erklärt uns, dass der Truck-Camper 60 cm zu lang sei für das Befahren der Going-to-the-Sun Road. „Die Karten sind gelegt“ schießt es mir durch den Kopf, aber ich bin ja schließlich nicht auf selbigen gefallen. Ich erkläre ihm, dass wir nur bis zum Campground „Rising Sun“ wollen, und schon gibt es freie Fahrt für uns.

Auf geht´s zur 85 Kilometer langen und hochalpinen Straße. Schließlich wollen wir doch mit tollen Fotos und Videoaufnahmen nach Hause kommen. Immer wieder genießen wir die atemberaubenden Ausblicke auf Berge, Gletscher und blühende Almwiesen. Den Logan Pass mit 2.026 Metern erreichen wir bei strahlendem Sonnenschein. Kleine Pause, kurzer Spaziergang und ich frage mich, warum die Straße nur für kleinere Wohnmobile passierbar ist. Die Antwort sollte nicht lange auf sich warten lassen.

Nach dem Logan Pass geht es stetig bergab und die Aussicht ist durch nichts zu toppen. Jedoch habe ich nicht allzu viel davon, da ich mich hochkonzentriert auf die Passstraße konzentrieren muss. In all ihrer Pracht ist sie durch die vielen Felsüberhänge extrem schmal und kurvig, und der Schweiß läuft in Strömen. Leitplanken sind überwiegend ein Fremdwort. Zum Glück herrscht an diesem Wochentag nicht viel Verkehr und mit klammen Fingern steuere ich unseren Truck-Camper talwärts. Als wir endlich auf einem kleinen Campground eingeparkt haben, schmeckt das Einparkbier heute besonders gut. Und bei dem Gedanken, dass wir am nächsten Tag die gleiche Strecke zurück müssen, trinke ich gleich noch ein Bier.

Glacier National Park„Alles gut gegangen“, schießt es mir durch den Kopf, als wir am nächsten Tag den Crownest Highway erreichen. Er soll uns in westliche Richtung über Berg und Tal kurzfristig in die Provinz British Columbia bringen. Max hat nämlich einen ganz besonderen Wunsch. Er möchte erneut seinen speziellen „Traumplatz“ am Upper Arrow Lake besuchen. Den kennt er schon von seinem letzten Besuch in Kanada und hat tolle Erinnerungen an selbigen.

Bei Creston verlassen wir den Crownest Highway und folgen der 3A Richtung Kaslo. Die Straße zieht sich direkt am riesigen Kootenay Lake entlang und bietet spektakuläre Ausblicke. Autos kommen uns nur selten entgegen. An der Kootenay Bay setzten wir mit einer kleinen Fähre über auf die andere Seite und folgen dem weiteren Verlauf des Highways. Szenerie pur so weit das Auge reicht.

Kanada, AlbertaKaslo, eine Ende des 19. Jahrhunderts blühende Silberminenstadt und heute nur noch 1.000 Seelen-Gemeinde, ist der einzige „echte“ Ort im Bereich oberer Kootenay Lake und Lardeau Valley. Wir besichtigen den ausgemusterten Raddampfer SS Moyie, der älteste noch erhaltene Passagier-Schaufelraddampfer der Welt. Ein kleines Museum präsentiert Fotos und Objekte aus den aktiven Jahren des Schiffes. Genauer gesagt zwischen 1898 und 1957.

Auf verwunschenen Pfaden und teilweise holprigen Schotterpisten geht es bis zur Galena Bay, wo wir wiederum mit der Fähre übersetzen. Und dann ist es fast geschafft. Das Zauberwort auf unserer Reise durch den Westen Kanadas heißt „Backroad Mapbook“. Darin ist jede noch so kleine Straße und Forstweg eingezeichnet, so dass man mit absoluter Sicherheit auf die schönsten Übernachtungsplätze trifft. Diese sind als Recreation Site ausgeschildert, traumhaft gelegen und überwiegend kostenlos.

So haben wir auch unseren Traumplatz, die Eagle Bay Recreation Site, vor zwei Jahren gefunden. Ein Geheimtipp, der kaum zu überbieten ist. Die zwölf Kilometer lange Piste ist gerade mal so breit wie unser Fahrzeug, ziemlich ruppig, aber mehr als lohnenswert. Wie wir hier wohl jemals wieder rauskommen? Max ist begeistert.

Und dann sind wir endlich da, parken direkt am Strand ein, aber wo sind Max´s Spielkameraden? Jede Menge gab es bei unserem letzten Besuch, aber diesmal sind wir absolut allein. Keine Kinderstimmen oder andere Geräusche durchdringen die unglaubliche Stille. Max ist ein wenig traurig, aber nicht lange. Flugs holt er die Angel raus und marschiert auch schon los. Mal schauen, ob er mit dem Abendessen zurückkommt.

LagerfeuerWährendessen ist Papa damit beschäftigt, Holz für das obligatorische Lagerfeuer zu organisieren. Und das liegt direkt am Strand rum. Als der Magen knurrt schaue ich, wo der Junge bleibt. Kaum bin ich unterwegs kommt er mir auch schon freudestrahlend mit zwei Seeforellen entgegen. Na, dann ist ja das Abendessen gesichert.

Zwei Tage faulenzen wir an der Eagle Bay und dann heißt es Abschied nehmen. Schweren Herzens machen wir uns auf den Rückweg Richtung Highway, mit Ziel Revelstoke. Hier stoßen wir auf den Trans-Canada-Highway und folgen selbigem gen Osten.

In zwei Tagesetappen nähern wir uns Calgary, biegen aber kurz vorher ab, um Kananaskis Country einen Besuch abzustatten. Die Bewohner Calgary betrachten dieses riesige Geflecht Alberta, Kananaskis Country - Kananaskis Lakeaus Bergen und Vorgebirgen, das sich an den östlichen Hängen der Rocky Mountains auftut, als ihre persönliche Spielwiese. Schließlich liegt die Stadt nur 45 Minuten entfernt. Einen ganzen Tag sind wir auf Schotterpisten, Wanderwegen und Trails unterwegs, und wir genießen alles in vollen Zügen. Irgendwo unterwegs hüpfen wir in einen einsamen Bergsee, lassen uns die selbst gemachten Sandwiches schmecken, und bestaunen die eindrucksvolle Natur.

Von den Rockys zu den Dinosauriern. Auf speziellen Wunsch von Maximilian wollen wir den Lebewesen einen Besuch abstatten, die vor nunmehr 75 Millionen Jahren das Land beherrschten. Ausgangspunkt für unsere Exkursionen ist Drumheller, die „Dino-Hauptstadt“ Kanadas. Hier erstreckten sich zu damaliger Zeit an den Ufern eines riesigen Binnenmeeres tropische Regenwälder, Sümpfe und Marschen. Bei unserer Ankunft ist es staubig und das Thermometer zeigt 33 Grad Celsius. Nicht unbedingt die angenehmste Temperatur für Papa, aber da müssen wir durch.

Abkühlung gibt es zunächst einmal im Royall Tyrell Museum, ein absolutes Highlight in Sachen Saurier und Fossilien. Der Rundgang ist derart spannend, dass wir den ganzen Tag verweilen, und es nicht eine Minute langweilig wird. Also, sparen wir uns den Dinosaurier-Trail für den nächsten Tag auf.

Der 50 Kilometer lange Weg durch das urweltliche Tal des Red Deer River ist ein absolutes Muss für jeden Besucher. Ein Land aus Stein und Fels mit tiefen Rillen und in allen von braun bis grün reichenden Schattierungen empfängt uns. Hier fanden Paläontolgen den ergiebigsten Dinosaurier-Friedhof der Welt. Die Hitze ist erbarmungslos. Wir fahren mit offenen Fenstern, um den kleinsten Luftzug zu erhaschen.

Alberta, Kananaskis Country - Kananaskis LakeBeim Horsethief Canyon schweift unser Blick über ein weites Tal mit fossilen Austernbänken und von Wind und Erosion geschaffenen steilen Hügeln. Mitten in der Prärie sieht das Land hier aus, als ob die Erde eingestürzt wäre. Eine trostlose, windverwehte Einöde. Maximilian hat nicht besseres zu tun, als eine Papiertaube in die unendliche Tiefe des Canyons zu schicken. Wir beobachten sie minutenlang.

Am Ufer des Red Deer River wartet schon die Bleriot Ferry auf uns, eine der letzten Kabelfähren Albertas. Im Jahre 1913 gebaut sieht sie alles andere als vertrauenerweckend aus. Nutzt nichts, schließlich müssen wir auf die andere Seite. In gemächlichem Tempo setzten wir Fluß im Süden von Albertaunsere Fahrt fort, schließlich gibt es unendlich viel zu sehen. Wir steuern den Orkney Hill Viewpoint an, wo wir einen unglaublichen Panoramablick über den Red Deer River mit den umgebenden Badlands haben. So jedenfalls nennt man ein von tiefen, eng stehenden Erosionsrinnen zerschnittenes Gelände. Und genau da befinden wir uns.

Irgendwann am Nachmittag haben wir den Eindruck alles gesehen zu haben und steuern unseren letzten Übernachtungsplatz an. Und der liegt romantisch genau am Red Deer River. Während Maximilian damit beschäftigt ist, seinen im Museum erstandenen Dinosaurier mit kleinem Werkzeug aus gepresstem Sand zu kratzen, ist Papa für das ach so beliebte Chili con carne zuständig. Und danach gibt´s das letzte Lagerfeuer in Kanada. Schön war´s mal wieder, und Maximilian freut sich schon jetzt auf seine vierte Kanadareise, die hoffentlich im nächsten Jahr stattfinden wird.

Roland Jung

 

Tipps und Informationen:

INFOS

Reisende erhalten deutschsprachiges Informationsmaterial über Alberta unter:

Tel: 01805-52 62 32 (0,14 €/ Minute aus dem deutschen Festnetz, 0,49 - 1,70 €/Minute aus allen deutschen Mobilfunknetzen)

E-Mail:  Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! "> Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

http://www.travelalberta.de 

www.TravelAlberta.de

Montana, bei den Blackfoot Indianern 

 

ANREISE

CONDOR fliegt im Sommer 2014 dienstags, mittwochs und freitags nonstop von Frankfurt nach Calgary. CONDOR fliegt diese Verbindung mit einer Boeing 767-300. Für die Anreise nach Frankfurt können bei CONDOR Anschlussflüge mit Lufthansa von vielen deutschen Flughäfen ganz praktisch gebucht werden. (Ab 70 Euro pro Person und Strecke).

Der Oneway-Komplettpreis beträgt ab 369,99 Euro in der Economy Class, ab 519,99 Euro in der Premium Economy und ab 999,99 Euro in der Comfort Class.

Weitere Informationen zu Abflugzeiten und Flugdauer sind ebenfalls auf der Homepage von CONDOR www.condor.com zu finden.

EINREISEBESTIMMUNGEN

Für Deutsche, Österreicher und Schweizer ist bei der Einreise nach Kanada kein Visum erforderlich. Es genügt ein gültiger Reisepass. Wenn Sie jedoch länger als drei Monate bleiben wollen, müssen Sie sich dafür bei der Einreise eine Genehmigung ausstellen lassen. Der deutsche Führerschein ist in ganz Kanada gültig. Es empfiehlt sich jedoch, zusätzlich  einen Internationalen Führerschein mitzunehmen.

REISEZEIT UND KLIMA

Kanada ist das ganze Jahr über ein ideales Reiseland. Sonnige Sommer mit Höchsttemperaturen um 30 Grad Celsius und extrem kalte, trockene Winter sind Folge eines stabilen Kontinentalklimas. Die Sommermonate zwischen Mitte Juni und Ende August sind traditionell die beste Reisezeit für diejenigen, die sich nicht in Schnee und Eis abquälen wollen und die Natur in ihrer ganzen Vielfalt erleben möchten. In den nördlichen Regionen genießt man im Sommer zwischen 18 und 24 Stunden Tageslicht. Milde Übergangsjahreszeiten sind in Kanada unbekannt. Im Mai und Juni erwacht die Vegetation fast explosionsartig aus ihrer langen Winterstarre zu vollem Leben, während sich im September und Oktober das Land in eine geradezu unvorstellbare herbstliche Farbkomposition verwandelt. Außerdem genießt man während dieser Zeit den Vorteil, dass man nur noch vereinzelt auf andere Touristen trifft.

Kanada, Alberta

KLEIDUNG

Das alte Wort, dass es kein schlechtes Wetter, sondern nur falsche Bekleidung gebe, gilt nirgends mehr als in Kanada und Alaska.

Man sollte auf jeden Fall in den Sommermonaten mit Wetterumstürzen rechnen. Normalerweise genügt leichte und sportliche Kleidung, für kühle Abende sind ein Pullover und eine Windjacke angebracht. Im Frühling und Herbst ist etwas wärmere Kleidung angebracht. Am besten wählt man die Stücke so aus, dass sie nach dem "Zwiebelschalensystem" schichtweise an- und ausgezogen werden können. Damit passen Sie sich den Temperaturschwankungen gut an. Wer sich nur mit wenig Gepäck belasten möchte, der findet in jedem Ort und auf vielen Campingplätzen Laundromats, Waschmaschinen und Trockner. Lange Unterhosen und andere extrem warme Kleidung benötigt man nur im trocken-kalten Winter.

SICHERHEIT

In Kanada braucht man sich keine Gedanken in Punkto Sicherheit machen. Taschendiebe sind hier ebenso selten wir Überfälle.

WOHNMOBILE UND LEIHWAGEN

Die beste Möglichkeit das Land zu bereisen, ist zweifellos eine Fahrt mit dem Auto. Mietwagenunternehmen findet man in allen größeren Städten und auf den Flughäfen. Die größeren Firmen haben überall im Land Filialen, was im Falle von möglichen Schwierigkeiten wichtig ist. Es empfiehlt sich, einen Mietwagen oder Camper schon zu Hause über ein örtliches Unternehmen (Reisebüro) anzumieten. Das ist preisgünstiger und sicherer, weil fest gebucht, und man erspart sich außerdem die zeitraubende Sucherei im fremden Land. Informationen dazu gibt es über die jeweiligen Fremdenverkehrsämter.

Die großen Straßen sind gut markiert und asphaltiert; der Zustand der Schotterstraßen ist je nach Jahreszeit sehr unterschiedlich. Die Entfernungen zwischen den Tankstellen sind überschaubar, und man ist nur in den seltensten Fällen auf einen Reservekanister angewiesen.

Kanada, Wohnmobil

VERMIETUNG:

CANUSA TOURISTIK GmbH & Co., Nebendahlstr. 16, 22041 Hamburg, Tel.: 040-2272530, Fax: 040-22725353, E-Mail:   Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! , Internet: www.canusa.de

Bei CANUSA werden Wohnmobile zu tagesaktuellen Preisen angeboten. 2 Wochen Flug & Wohnmobil ab EUR 599,- p.P. Genaue Infos unter www.canusa.de oder 0180-5304131.

CAMPING

Wer mit dem Wohnmobil unterwegs ist, findet in Kanada herrliche Campingplätze vor. Die Einstellplätze sind großzügig angelegt und verfügen über einen festen Holztisch mit Bänken sowie eine Feuerstelle. Brennholz ist leider nicht mehr kostenlos, wie bisher, und muss für harte Dollars gekauft werden. Aber der nächste Wald ist ja gleich um die Ecke, und eine Axt hat man schließlich im Wagen. Die Campgrounds in den Nationalparks sind weniger komfortabel ausgestattet. Plätze von Privatunternehmern bieten dagegen alle erdenkliche Bequemlichkeit. Sie sind allerdings etwas teurer.

Keinesfalls vergessen sollte man, dass "wildes Campen" in Kanada nicht gern gesehen wird. Viele der Campingplätze können bereits im Voraus gebucht werden. Die Preise für die einzelnen Campingplätze belaufen sich auf 10-25 $ pro Tag.

Kanada, Angeln

HOTELS UND MOTELS

Die Mittelklasse- und Luxushotels verfügen über einen hohen Standard. Sie sind jedoch nicht billig. Wenn Sie mit dem Auto unterwegs sind, bieten sich die traditionellen Motels zum Übernachten an. Man findet sie meistens entlang den Durchgangsstraßen am Rande der Städte. Sie sind preislich günstiger als die Hotels. Während der Hauptreisezeit sollte man sich abends schon bald nach einer Unterkunft umsehen. Einfache Motels sind schon ab 30,- Euro aufwärts zu haben, im Norden Kanadas dementsprechend teurer.

 

SPORTMÖGLICHKEITEN

Kanada ist ein wahres Paradies für Sportbegeisterte, die in unberührter Natur ihren Freizeitaktivitäten nachgehen wollen.

Ob Sie Angeln, Jagen, Reiten, Kanufahren, Wandern oder Golf spielen wollen, die Angebotspalette ist riesig groß. Jedoch sollten Sie sich vor Ihrer Reise detaillierte Informationen von Veranstaltern oder den Fremdenverkehrsämtern besorgen.

In den National- und Provinzparks gibt es zahlreiche Wanderrouten, die sich über einen oder mehrere Tage erstrecken. Erwähnenswert ist der West Coast Trail im Pacific Rim National Park auf Vancouver Island.

Wer die Natur vom Rücken der Pferde aus erleben möchte, für den gibt es die Möglichkeit, an Tagestouren oder mehrtägigen Ausflügen teilzunehmen. Im Allgemeinen sind von Seiten der Teilnehmer keine besonderen Vorkenntnisse erforderlich.

Kristallklare Gebirgswasser und Bergseen sowie herrliche Ströme und Flüsse laden zu Kanu- und Schlauchboottouren ein. Sie können wählen zwischen erholsamen und genussreichen Bootsfahrten zur Beobachtung der Landschaft und des Tierlebens oder solchen auf reißenden, mit Stromschnellen gespickten Wildwassern.

Seen, Flüsse und Bäche sind wohl das schönste Anglerparadies in ganz Nordamerika. Der Fischreichtum ist unbeschreiblich, und wer gerne einen frischen Fisch in seiner Pfanne hat - hier kommt er auf seine Kosten. Es ist empfehlenswert, seine eigene Angelausrüstung mitzubringen.

ESSEN & TRINKEN

Fisch und Fleisch könnte man als Grundnahrungsmittel in Kanada bezeichnen. Als besondere Spezialität gilt der Lachs. Ob gegrillt, geräuchert, gebacken oder gekocht, Lachs ist immer ein Hochgenuss und ein durchaus bezahlbarer. Da er hier keine kostbare Rarität ist, stellt man auch fest, dass Lachs nicht gleich Lachs ist, er sich vielmehr im Geschmack gewaltig unterscheidet. Auf jeden Fall sollte man auch mal das feste weiße Fleisch des Heilbutts probieren.

Im Spätsommer, mit Beginn der Jagdzeit, findet man in den Restaurants auch Elch und Karibu auf der Speisekarte. Das schmackhafte Fleisch von Bergziege und Bergschaf gehört ebenfalls zum einheimischen Speiseplan.

LITERATUR

Die ”Bibel” für jeden Kanadareisenden ist die MILEPOST (ca. 25 Euro). Enthält alle Highways, Campingplätze, Hotels, Motels, Sehenswürdigkeiten und vieles mehr.

Marco Polo „Kanada West“ – Kleiner, kompakter und ausgezeichneter Reiseführer, 9,95 Euro.

Reise Know How „Kanada, der ganze Westen mit Alaska“ – Sehr informativ mit tollen Tipps, 25 Euro.

DuMont „Richtig Reisen Kanada - Der Westen & Alaska“ – Gut gemachter Reiseführer, 24,95 Eur

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