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Fuschlsee im Herbst

 

Wohlfühloasen

im

Salzkammergut

Buddhistische Stupa mit tibetischen Gebetsfahnen über dem Fuschlsee

 

Tief unten im Fuschlsee spiegelt sich die Morgensonne, während das gleißende Licht die kleine, weiß getünchte buddhistische Stupa hier oben hell erleuchtet. Zwischen diesem Symbol für Buddha und den Buddhismus sowie dem angrenzenden, aus früheren Tagen christlich vermuteten Bauernhaus, zerren an einer Leine tibetische Gebetsfahnen im leichten Wind.

Aus den Schornsteinen der wenigen umliegenden alten Häuser steigen kleine graue Fähnchen  in den stahlblauen Himmel. Auf einem Hof erklingt das Jaulen eines Hundes und das entfernte Rumoren eines anspringenden Treckers durchbricht die Stille.

Kein Einheimischer weit und breit, der mir diesen Spagat zwischen diesen beiden Weltreligionen hier im Salzkammergut hätte erklären können. Und so vermute ich einen Eremiten, der abgeschieden von der übrigen Gesellschaft hier leben möchte. Die vorbei kommenden Golfspieler, die hier oben am Fuße des Fuschler Hausbergs, dem Schober, auf dem Weg zum wunderschön gelegenen 9-Loch-Golfplatz mit ihren beladenen Golfcaddys an mir vorbei kommen, frage ich da erst gar nicht. 

Fußweg hinauf zur Ruine Wartenfels hoch über dem FuschlseeIrgendwie habe ich urplötzlich keine Lust mehr, weiter den steilen Fußweg hinauf zur Ruine Wartenfels inmitten der üppig goldgelben Herbstberge zu gehen, drehe am Waldrand um und spaziere die paar Höhenmeter zurück zur Waldhof Alm. Und hier finde ich auf der Sonnenterrasse auch noch 
Sonntagsstimmung auf der Waldhof Alm hoch über dem Fuschlseeein freies Plätzchen für mich, bestelle einen gespritzten Apfelsaft und lausche dem Gesang von Wolfgang, der mit seiner steirischen Harmonika die Gäste mit guter Volksmusik unterhält. Wie er später aber dann zur Gitarre greift und zum Lied ansetzt, „Ein Schiff wird kommen“, da mache ich mich auf den Rückweg hinunter zum Fuschlsee.

 Viele Stunden später sitze ich auf einer Holzbank am See und blicke auf mein Hotel auf der gegenüberliegenden Seeseite. Es ist noch keine fünf Uhr an diesem herrlich warmen Novembertag, der heute mit 18 Grad im Schatten aufgetrumpft hat. Die letzten  Sonnenstrahlen haben sich vor kurzem verzogen und es kommt Abenddunst auf. Reglos, mattdunkel schimmert jetzt der See, als

Abendblick über den Fuschlsee zu Ebner’s Waldhof am See

hielte er das aufgenommene Tageslicht für immer in seiner grundlosen Tiefe fest. Am anderen Ufer die Lichterkette meines Hotels, die sich zu einem Lichterrausch vereint hat.

 Der Wind frischt leicht auf und alles um mich herum wird feucht, so dass ich den Rückweg antrete. Was mir in der inzwischen stockdunklen Nacht recht schwer fällt. Gott sei Dank leuchtet mir der zunehmende Mond dürftig den Weg und ich schleiche vorsichtig über Wurzelwerk zurück zur Straße, an der die Weltfirma Red Bull mit ihrem futuristischen Glaspalast residiert. Nicht wissend zu dieser Stunde, dass man schon seit dem Mittag in diesem Hause außer Rand und Band ist. Man ist Weltmeister im Rennsport geworden.

 Wie dann die Schönwetterperiode an einem der nächsten Tage durch Salzburger Schnürlregen unterbrochen wird, genieße ich die Atmosphäre des Hauses und ziehe mich mit Lesestoff aus der Hausbibliothek in mein gemütliches Zimmer zurück, das von einer Symbiose aus Tradition und Moderne geprägt ist. Setze mich auf die Holzbank, lege die Füße gemütlich auf einen Schemel und lehne mich mit dem Rücken an den kuschelig warmen Kaminofen, während draußen der Regen in den letzten verbliebenen Herbstblättern knistert. Hier und jetzt fällt es leicht, die Seele baumeln zu lassen.

Und wie es in aller Gemütlichkeit vorkommt, hätte ich fast meine ganz besondere Form der Wellness-Fußbehandlung, die Phytomassopodia (PMP), vergessen, auf die ich mich besonders gefreut habe, da es eine völlig neu entwickelte Fußbehandlung mit hohem Standard ist.

Gesundheit und Wohlbefinden in allen Bereichen – für Körper und Seele.

Und so mache ich mich auf den Weg in die hoteleigene Wellnesslandschaft zu einem bestens ausgebildeten Therapeutenteam. Diese Methode – so habe ich mir erklären lassen - basiert auf dem wissenschaftlichen Studium der antiken römischen Tradition und der Massage mit einem so genannten „Strigiles“, einem patentierten Gerät, das einem Fuß ähnelt, was ermöglicht, das bestimmte Wirkstoffe durch die Haut des Fußes eindringen. Und so vereinigen sich die Eigenschaften der Heilpflanzen mit jenen der Massage zum Wohlergehen der Füße. Was bei mir schon mit einem warmen Wickel sehr entspannt beginnt und mit genüsslichen Handmassagen und der Anwendung dieses „Fußes“ fortgesetzt wird. Ein entspannend, schwebendes Gefühl.

Chefkoch Alexander Ebner zaubert für seine Hotelgäste Alpine Wellness auf den Teller.

Nach einer angenehmen Ruhephase in meinem kuscheligen Bett dann ein weiteres Highlight des Hauses, die Küche. Dort stellt Chefkoch Alexander Ebner eine gesunde Ernährung aus frischen, natürlichen Produkten mit viel Obst und Gemüse in den Mittelpunkt und zelebriert äußerst schmackhafte, leichte Gerichte von bester Qualität. 

Wolfgangsee mit der iimposanten Falkensteinwand Wie mich dann am nächsten Morgen die Sonne weckt, miete ich mir einen Wagen vom Hause und schwebe elegant durch sonnige Wärme. Am Wolfgangsee an der Schiffsanlegestelle Fürberg freue ich mich auf einen wunderbaren, kleinen Spazierweg, der mich hinüber zur imposanten Falkensteinwand führt. Dort treffe ich auf eine kleine Gruppe tauchbegeisterter, die mir von diesem anspruchsvollen Tauchplatz im glasklaren Wasser dieser Bergwelt erzählen.

 

Weiter geht’s in entspanntem Dahingleiten auf anschmiegsamen Straßen durch die liebliche Seenlandschaft des Salzkammergutes. Im steilen Anstieg hinter Bad Goisern ein kurzer Zwischenstopp mit grandioser Aussicht auf den tief unten liegenden Hallstättersee, der von der Traun durchflossen und vom mächtigen Dachsteingebirge geschützt wird.

Absolute Ruhe findet man jetzt hier am AltausseerseeAm frühen Nachmittag schließe ich in dem kleinen Örtchen Altaussee die Wagentüre, tausche den Wagensitz mit einem sonnigen Logensitz auf einem Holzsteg über dem spiegelglatten Ausseersee und atme tief durch. Da bin ich nun wieder an den Ausläufern des Toten Gebirges und blicke hinüber zur mächtig steil abfallenden Trisselwand, die sich auf der glasklaren Oberfläche des Sees spiegelt. Erinnere mich an die letzte Sommersaison, in der ich oft in diesem Bergsee gebadet und viele Seeumrundungen gemacht habe.

 So lege ich auch jetzt los, stiefele der Trisselwand gemütlichen Schrittes entgegen. Und während mich der schmale Fußweg von einer Bucht in die andere führt, wechsele ich oft von der schattigen Seite in gleißendes Licht und in die wärmenden Sonnenstrahlen. Wie immer am späten Nachmittag an der Grenze zwischen Licht und Schatten kommt auch hier eine leichte Brise auf, die das Gesicht kühlt. Da verlangen die Rezeptoren der Haut Klarheit. Sie wollen wissen, ob es jetzt kalt oder warm an diesem Tag Mitte November ist. Dabei überfordert der Wechsel vom windstillen, kühlen Schatten in die sonnendurchflutete Westseite des Sees die Sinne.

 Ausruhen, gemütlich verweilen auf einer Holzbank auf der Hälfte des Ausseersees, das ist jetzt angesagt. Und so wandert der Blick weit über den See zum schneebedeckten Dachsteinmassiv, vor dem sich die von Süden anrollenden Föhnwolken stauen.

 Schrille Pfiffe, vermutlich von Murmeltieren, durchbrechen die Stille. Vielleicht warnen sie sich gegenseitig vor den kreisenden, mächtigen Greifvögeln, die sich vor dieser gigantischen Trisselwand im Aufwind tragen lassen.

 Zu meiner rechten Seite glänzt hoch oben im tiefen Blau die Felsspitze des Loser. Dabei durchbrechen kleine Wolkenfetzen den sonnigen Himmel. Meine mitgebrachte Sprudelflasche zischt durch das viele Schockeln in meiner Manteltasche ordentlich beim Öffnen, hat aber immer noch so viel Kohlensäure, dass es in meiner Kehle zu einer wahren Explosion kommt.

Abendlicht auf dem Altausseersee vor der mächtigen Trisselwand

Für mich wird es Zeit für den Rückweg. Die letzten Sonnenstrahlen streifen die fernen Grate und das Abendrot der Berge erleuchtet das Wasser, auf dem die Schwäne ihre letzte Tagesrunde in der Dämmerung drehen.

 Auf der Rückfahrt zum Fuschlsee kommt das Altvertraute der Kindheit wieder in Erinnerung. Die vielen Besuche mit den Eltern in so manch verloren geglaubtes Traumreich offenbart sich. Bilder, die man für verschollen hielt, werden wieder wach und umschmeicheln die Sinne.

 Am nächsten Tag in meinem Hotel inmitten üppiger Berge mit grünen Tannen- und farbenfrohen Laubwäldern habe ich es mir am ruhigen Seeufer auf einem Liegestuhl bequem gemacht. Bis auf einen 

Morgenruhe auf dem Fuschlseeeinsamen Angler auf seinem Boot in der Mitte des Sees ist kein Mensch weit und breit zu sehen, obwohl das Hotel erstaunlicherweise zu dieser Jahreszeit gut besucht ist. Das liegt aber vermutlich am guten Konzept des Hauses mit einer modernen Pool- und der riesigen Spa-Landschaft. Hinzu kommen Pferdekutschenfahrten, geführte Wanderungen durch die Bergwelt und nicht zuletzt der 9-Loch-Golfplatz oben an der eigenen Berghütte.

 Wurde hier doch im österreichischen Bundesland Salzburg Gastfreundschaft schon seit Jahrhunderten groß geschrieben. In dieser Region, die schon immer den Norden mit dem Süden Europas verbunden hat, gehören Reisende aus aller Herren Länder zum täglichen Bild.

Blick von der Salzach über die Altstadt hinauf zur Hohensalzburg, die als größte im 11. Jahrhundert erbaute Burganlage Europas giltDas Konzept der Häuser hat sich allerdings in den letzten Jahrzehnten von Grund auf geändert. Und so können Gäste, die zum Beispiel vom hektischen Trubel der nahe gelegenen Mozartstadt Salzburg genug haben, hier in der ländlichen Idylle mit einzigartigem Panorama-Seeblick Ruhe, Entspannung und Unterhaltung finden. 

Zünftige Unterhaltung der gemütlichen Art finde ich am vorletzten Abend hoch oben auf der hoteleigenen Waldhofalm. Da werde ich mit einem Tross junger Damen, die eine Wellneswoche gebucht haben und sich hier verwöhnen lassen, vom lustigen Almwirt Daniel mit dem Hotelbus hinauf chauffiert. Bevor der gemütliche Hüttenabend jedoch losgeht, gibt’s erst einmal am flackernden Kamin ein leckeres Fleischfondue mit zusätzlichen Garnelen bis zum Abwinken, die meinen Gaumen erfreuen. In der Zwischenzeit hat Manfred Stiegler seine Steirische Hamonika umgeschnallt und mischt zwischen seinen Musikeinlagen mit humorvollen Begebenheiten und fetzigen Witzen die

Nach leckerem Abendessen geht's auf der Waldhofalm zünftig zu

inzwischen recht lustige Frauenriege auf. Wie dann durch Zufall der Toni Schwaighofer mit seinem Bariton und seine Frau Marianne mit ihrer Gitarre dazu kommen, will der stimmungsvolle Abend kein Ende nehmen und alle schweben über dem Alltag.

 Damit der Alltag aber auch nicht zu weit entschwebt, geht’s dann auch schon wieder nach Hause und ich werde zum Flughafen Salzburg vom Hotelbesitzer Herbert Ebner chauffiert. Während wir von Fuschl auf die Hauptstraße einbiegen und am Ende des Sees angelangt sind, erspähe ich das oft von meinem 

Schloss Fuschel mit unrühmlicher Vergangenheit.Balkon über den See aus gesehene Schloss Fuschel. Heute ein nobles 5-Sterne-Hotel mit unrühmlicher Vergangenheit.  So erfahre ich, dass es einmal über 60 Jahre im Familienbesitz war, bis es im Jahre 1929 von einem Baron Gustav von Remiz erworben wurde. Der hat es dann aufwendig restaurieren und umgestalten lassen. Auch erfreute sich der Baron in seiner neuen Gemeinde mit seinen Förderungen und Wohltätigkeiten großer Beliebtheit. Was dann 1938 schlagartig mit dem Einmarsch der Deutschen Armee zunichte war. Der Baron wurde kurzerhand enteignet und er sowie seine Familie ins KZ Dachau verbracht, von wo sie nicht zurückkehrten. Als neuer Schlossherr zog Reichsaußenminister Ribbentrop mit seiner Familie ein und Schloss Fuschl verwandelte sich zum Schauplatz von Staatsbesuchen und prunkvollen Empfängen. Aber auch Geheimkonferenzen mit weltpolitischer Brisanz fanden in diesen Mauern statt. So sagt man, dass im November 1940 mit den Außenministern Italiens und Spaniens der Einmarsch in die Sowjetunion beschlossen wurde.

 Während das heutige hübsche Schloss und der Fuschlsee zwischen den Bäumen entschwindet, bin ich sicher, dass mein Abschied für dieses Mal sicher keiner für immer ist. Ich werde zurück kommen zu diesem zauberhaften Fleckchen Erde, an dem alles sanft mit der sie umgebenden Natur verschmilzt.

Gerd Krauskopf

 

Infos:

Urgemütlich ist's am Fuschlsee

 Herrlich wohnen

kann man zum Beispiel am Fuschlsee im 4-Sterne-Superior-Hotel Ebner’s Waldhof am See, Hotel Resort & Spa, 5330 Fuschl am See, Österreich, Seestraße 30, Tel: 0043 6226 8264, Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! , www.ebners-waldhof.at

Das Haus verfügt über eine Wellnessoase von 4 000 Quadratmetern und bietet viele verschiedene Sportarten an wie Golf, Kutschfahrten...

Zünftige Unterhaltung der gemütlichen Art findet man hoch oben auf der hoteleigenen Waldhofalm. Ein Hotelbus bringt die Gäste hinauf und wieder zurück. Fußweg ansteigend etwa 15 Minuten.

Bei einer Buchung ab 7 Tagen wird man vom Flughafen Salzburg oder von der nächsten Bahnstation vom Hotel kostenlos abgeholt und wieder dorthin zurück gebracht! Auch ein kleines hoteleigenes Fahrzeug kann gemietet werden.

4-Sterne-Superior-Hotel Ebner’s Waldhof am See

 Schmankerl vom Feinsten und gute Weine

im Salzkammergut zum Beispiel von Chefkoch Alexander Ebner, der eine gesunde Ernährung aus frischen, natürlichen Produkten mit viel Obst und Gemüse in den Mittelpunkt stellt und dabei äußerst schmackhafte, leichte Gerichte von bester Qualität zelebriert.

Chefkoch Alexander Ebner bringt Feinstes auf den Tisch

 Schöne Ausflugsziele

im Salzburger Land sind zum Beispiel:

... der Wolfgangsee mit der Falkensteinwand

Am Wolfgangsee kann man einen schönen Spaziergang von der Schiffsanlegestelle Fürberg hinüber zur imposanten Falkensteinwand machen. Dort ist ein anspruchsvoller Tauchplatz im glasklaren Wasser dieser herrlichen Bergwelt.

Der Wolfgangsee liegt zum größten Teil auf dem Gebiet des Bundeslandes Salzburg und ist einer der bekanntesten Seen im Salzkammergut

... der Hallstätter See

inmitten des Dachsteinmassives

Salzgewinnung bis heute rund um den Hallstätter See

 ... der Ausseersee

inmitten des Toten Gebirges. Hier lohnt sich ein Rundgang um den See mit etwa 7 Kilometern.

Altausseer See inmitten des Toten Gebirges mit Blick auf das Dachsteinmassiv

 

Reiseführer:

Polyglott on tour Salzburg, Stadt und Land mit flipmap sowie Polyglott on tour Österreich mit flipmap

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