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Davos im Sommer

Bergauf und Bergab hoch über Davos

 

Davos

 

Davos ist vor allem Wintersportlern ein Begriff. Die Berge rund um die beliebte Schweizer Alpenmetropole im Kanton Graubünden ziehen aber auch vom Frühjahr bis in den Herbst hinein sowohl Wanderer als auch Mountainbike-Fahrer in ihren Bann. 

 

Von Norbert Krauss (Text) 

und Gerd Krauskopf (Fotos) 

 

Das Rinerhorn ist das Ziel. Der Linienbus verkehrt in 30 Minuten von Davos-Platz bis Glaris, wo die Bergbahn in 15 Minuten auf die Bergstation fährt. Dort läuten Kuhglocken zur Begrüßung. Es bietet sich ein wunderschöner Blick auf das Bergpanorama, dessen Gipfel auch im Sommer noch mit Schnee bedeckt sind. Den breiten steinigen Weg teilen sich Wanderer Davosund Mountainbiker, die hier keine Konkurrenten sind, sondern sich als gleichwertige Wegnutzer akzeptieren. Schilder mahnen immer wieder zur gegenseitigen Rücksichtnahme. Denn die Pfade sind streckenweise so steil und schmal, dass Wanderer ausweichen müssen, wenn Biker entweder in rasanter Abfahrt entgegenkommen oder sie überholen. 

 

An einer Berghütte machen die meisten Bergsportler Zwischenstation. Der 31-jährige Johannes Conrad aus Davos erklärt, dass er so viel wie möglich mit dem Mountainbike in den DavosBergen unterwegs sei. Früher sei er oft auf dem Parsenn gefahren. Valedia aus Davos und Andrea aus dem Engadin, zwei junge Bikerinnen, bekräftigen: „Wir treten jeden zweiten Tag in die Pedale.“ 

 

An diesem Sammelplatz wimmelt es nur so von Radfahrern, die hier ihr Höhentraining absolvieren. Es ist gar nicht immer so leicht für die Wanderer auszuweichen. Die einen DavosRadsportler rasen bergab zu Tal, die anderen treten bergauf kräftig in die Pedale. Plötzlich ein Sturz – ein Biker ist auf der abschüssigen Strecke ins Straucheln geraten und hat einen Seitenpfosten umgeknickt. Zum Glück ist weiter nichts passiert. 

 

In respektabel steilen Serpentinen windet sich der Pfad bergauf. Der Weg führt über Stock und Stein und über knorrige Wurzeln. Manche Stellen sind so steil, dass die Biker absteigen und ihr DavosGefährt schieben oder auf die Schulter nehmen müssen. Zuweilen liegt intensiver Tannenduft in der Luft. Wasserfälle sorgen für kräftig grüne Wiesen. Manchmal werden die Biker von Wegsperren ausgebremst. Dann folgen kurvenreiche, aber ziemlich ebene Streckenabschnitte. 

 

Wanderer sollten Getränke und Vesper dabei haben, da auf der etwa dreistündigen Tour keine Einkehrmöglichkeiten vorhanden sind. Erst im Tal winkt im Walserhuus Sertig die Belohnung. Davos„Den Heidelbeerkuchen müsst's probieren“, lobt eine entgegenkommende Bikerin. „Der ist Spitze!“ Der ist jedoch leider aus. Aber der Rhabarberkuchen schmeckt auch köstlich. Mit dem Postbus, der jede Stunde verkehrt, geht es zurück nach Davos-Platz. 

 

Auf einer Sonnenterrasse direkt oberhalb von Davos liegt die Schatzalp, bekannt als der „Zauberberg“. Thomas Mann hat das gleichnamige Hotel in seinem Roman „Der Zauberberg“ Davos(1924) weltberühmt gemacht, in dem er das Leben im Sanatorium beschrieben hat. Heute finden Führungen in dem ganz im Jugendstil eingerichteten Gebäude statt.

 

Die Schatzalp-Bahn bringt die Gäste in nur vier Minuten zur Bergstation. Einzigartig ist der Wasserfallrundweg. Der botanische Alpengarten Alpinum, gegründet 1907, beherbergt rund 5000 seltene, geschützte Pflanzenarten aus allen Gebirgen der Welt, unter ihnen den blauen Davosund weißen Enzian sowie Edelweiß. Auf dem sanft ansteigenden Gelände haben die Ausflügler Gelegenheit, die Pracht der bunt blühenden Flora zu bestaunen. Auf der Sommerschlittelbahn Schatzalp können Unternehmungslustige den mehr als 500 Meter langen Kanal hinuntersausen und sich anschließend bequem wieder mit einem Lift hinaufziehen lassen – ein Spaß für Jung und Alt. 

 

Auf dem Davosersee nahe Davos-Dorf tummeln sich Kanuten, Tretbootfahrer und Windsurfer. Die Wassersportschule liefert die nötigen Anleitungen und hat einen Bootsverleih. Das Surfcenter bietet Kurse im Windsurfen und Standup-Paddeln an. Segeln, Kitesurfen und DavosWakeboarden haben ebenfalls einen festen Platz im Sommer-Gästeprogramm. Der See ist vor allem bei der Jugend angesagt, wie auch die benachbarte Wiese Treffpunkt der Ballspieler ist. Das Restaurant am See wird mit Erfolg von engagierten jungen Leuten betrieben. Die Tische im Freien sind stets voll besetzt. Vor allem bei Sonnenuntergang ein schöner Tagesausklang.

 

Weitere Informationen:

Tourismus- und Sportzentrum, Talstraße 41, CH-7270 Davos Platz, Tel. 0041/814152121, www.davos.ch

Schweiz Tourismus, Tel. 00800/100 200 29 (gratis),  info@myswitzerlan> Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! www.myswitzerland.com

 

Davos

 

Anreise: 

Mit dem Auto Autobahn A 13 Richtung Chur, Ausfahrt Landquart, Richtung Davos. 

Mit dem Zug entweder über Basel oder Stuttgart nach Davos.Davos 

Übernachten:

Davos bietet eine große Auswahl an Unterkünften aller Kategorien – von der Berghütte bis zum 5-Sterne-Hotel. Zum Beispiel das Ameron Swiss Mountain Hotel, Tel. 0041/814152121,  https://ameronhotels.com/de/davos-swiss-mountain-resort 

 

Gästekarte: Zahlreiche Vorteile und Preisvergünstigungen bei mindestens einer Übernachtung. Unter anderem freie Fahrt auf allen Bergbahnen und Ortsbussen.Davos

 

 

 

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